HEAL - Ganzheitliche Bewertung von agrarökologischen Maßnahmen
Mais- und Luzernegras-Parzellen in Wachtberg bei Bonn.

HEAL - Ganzheitliche Bewertung von agrarökologischen Maßnahmen

Die europäische Landwirtschaft ist vielfach auf wenige wirtschaftlich attraktive Kulturen spezialisiert, wodurch Agrarumweltmaßnahmen (AEM) häufig nur begrenzt umgesetzt werden. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, steigender Betriebsmittelkosten und wachsender Umweltanforderungen könnten agroökologische Anbausysteme jedoch künftig an Bedeutung gewinnen.

Anlage von Maisparzellen neben Luzernegras am Standort in Köln-Worringen
Anlage von Maisparzellen neben Luzernegras am Standort in Köln-Worringen © Silas Büse
Mais- und Luzernegras-Parzellen in Wachtberg bei Bonn
Mais- und Luzernegras-Parzellen in Wachtberg bei Bonn © Silas Büse

Projektziele

Das Projekt HEAL untersucht die Leistungsfähigkeit leguminosenbasierter Feldfutter- und Mischanbausysteme im Vergleich zu intensivem Anbau von Futterpflanzen wie dem Maisanbau. Ziel ist eine wissenschaftlich fundierte, ganzheitliche Bewertung des legumen Feldfutterbaus unter Berücksichtigung agronomischer, ökologischer und sozioökonomischer Aspekte. Living Labs und Modellbetriebe unterstützen Forschung, Demonstration und Wissenstransfer. In vier Klimazonen und sechs europäischen Ländern - Finnland, Estland, Litauen, Deutschland, Irland und Portugal - werden standortspezifische Feld- und Demonstrationsversuche überwiegend auf privaten landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt. 

Die agronomische Bewertung umfasst neben Erträgen auch Futterqualität, biologische Stickstofffixierung, Vorfruchtwirkungen, Stickstoffdüngeräquivalente und physikalische Bodeneigenschaften. Ergänzend werden ökologische Effekte wie Kohlenstoffspeicherung, Biodiversität und Veränderungen des Bodenbioms untersucht. Die sozioökonomische Analyse bewertet Zielkonflikte, indirekte Leistungen sowie Hemmnisse für die Umsetzung von Agrarumweltmaßnahmen.

Durch den trans- und interdisziplinären Ansatz sollen die Leistungen agroökologischer Anbausysteme umfassend bewertet, ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung sichtbar gemacht und ihre Akzeptanz in der landwirtschaftlichen Praxis gestärkt werden. 

Installation einer Barberfalle im Luzernegras zur Erfassung der Boden-Makrofauna
Installation einer Barberfalle im Luzernegras zur Erfassung der Boden-Makrofauna © Silas Büse

Akronym: HEAL - Ganzheitliche Bewertung von agrarökologischen Maßnahmen
Laufzeit 01.11.2025 bis 31.10.2028
Förderkennzeichen: 031B1615
Förderung:

Gefördert vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Partnerschaft für Agrarökologie (AGROECOLOGY1), Projektmanagement Jülich (PtJ)

Projektpartner:
  • Prof. Dr. Vaclovas Boguzas – Vytautas-Magnus-Universität (VDU), Litauen
  • Dr. Kirsi Järvenranta – Finnisches Institut für natürliche Ressourcen  (LUKE), Finnland
  • Dr. Fátima Gonçalves – Universität Trás-os-Montes und Alto Douro (UTAD), Portugal
  • Dr. Hazel Costigan – Behörde für Landwirtschaft und Lebensmittelentwicklung (TEAGASC), Irland
  • Prof. Dr. Evelin Loit-Harro – Estnische Universität für Lebenswissenschaften (EULS), Estland
  • Dr. Daniel Neuhoff – Universität Bonn (UBO), Deutschland

Kontakt

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